Von Systemabstürzen und Softwareupdates

Okt 13, 2011 von     Keine Kommentare    Gepostet unter: ÖWF Aktuell, Praktikum

Praktikumsbericht von Michael Schober

Zum Nachlesen:
Litec Schüler gewinnen mit Aouda.X Preis bei TMG Wettbewerb

In der zweiten Hälfte meines Innovationspraktikums beim Österreichischen Weltraum Forum beschäftigte ich mich mit der Verbesserung der Software der Gestensteuerung des Raumanzugsimulators Aouda.X. Das Grundgerüst dafür wurde im Zuge meiner Diplomarbeit im Vorjahr geschaffen.
Das Hauptaugenmerk lag dabei bei der Verbesserung der Systemstabilität, da ein Systemabsturz fatale Folgen für Mensch und Maschine nach sich ziehen würde. Dennoch kann ein Defekt nie völlig ausgeschlossen werden. Die sehr empfindlichen Beschleunigungssensoren liegen auf den Fingerspitzen und es könnte passieren, dass sie im Einsatz beschädigt werden. Solche Szenarien sollten simuliert und untersucht werden.
Da es ein immenser Material- und Zeitaufwand wäre, die Versuche direkt am Anzug auszuführen, sollten gewisse Einzelteile ausgegliedert und einzeln betrachtet werden. Das Ziel war es also Schaltungsteile der Elektronik nachzubauen und damit direkt „am Schreibtisch“ die Bedingungen eines Einsatzes nachzubilden. Zu diesem Zweck wurde in Eagle eine Platine entworfen, diese geätzt und anschließend gelötet.

Die fertige Erweiterungsplatine im CAD Programm.

Die fertige Erweiterungsplatine im CAD Programm.

Kurz bevor ich mit der Programmierung begann, veröffentlichte der Hersteller der Mikrocontroller neue Funktionen, mit welchen die Kommunikation mit den Sensoren noch besser und stabiler funktionieren sollte. Das ist eigentlich genau das, was gebraucht wird. Allerdings erhöht sich mit dem Funktionsumfang auch deutlich die Komplexität bei der Programmierung. Diese neuen Funktionen förderten auch noch zusätzlich meine Motivation und so hatte ich sie schon nach relativ kurzer Zeit probeweise für erste Tests im Einsatz.
Nachdem die ersten Versuche sehr vielversprechend aussahen, begann ich schrittweise die Bibliotheken für die einzelnen Komponenten umzuschreiben und zu verbessern. Inzwischen ist die Programmierung soweit fortgeschritten, dass nach einigen weiteren kleinen Optimierungen einer Integration ins Hauptprogramm nichts mehr im Weg steht.

Related posts:

  1. Mein erster Ausflug in die Weltraumforschung!
  2. Unsere Prinzessin startet diesen Sommer mit einem neuen Kleid!
  3. Die letzten Handgriffe wurden getätigt! Der Raumanzug sitzt passt und hat Luft!
  4. Vom Wüstensand bis zum kleinsten Schaltkreis
  5. Wer fliegt am höchsten? – Praktikumsbericht Sabrina Dejakum KW28

Wollen Sie uns etwas Mitteilen? Schreiben Sie ein Kommentar zum Artikel!

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>